| Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Diät eine Gewichtsreduktion. Tatsächlich bedeutet Diät aber zum einen Gewichtsabnahme oder -zunahme und zum anderen Diät zur Krankheitsbehandlung, also Krankenkost. Beide Diätarten zeichnen sich durch grundlegend verschiedene Eigenschaften aus.
Die Reduktionsdiät oder auch Diät zur Gewichtszunahme ist eine kurzfristige Diät, wobei die Krankenkost eine langfristige Diät, oder sogar eine gesamte Ernährungsumstellung aufgrund einer Krankheit beispielsweise beschreibt.
Insgesamt führt eine Diät unabhängig mit welchem Ziel sie durchgeführt wird zu einer Veränderung der Anteile der Nahrungsbestandteile zueinander sowie einer darauf abgestimmten Flüssigkeitszufuhr. Dadurch wird eine Kalorienvermehrung bzw. -verminderung erzielt. Es gibt sehr viele verschiedene Diäten, manche davon verzichten sogar auf bestimmte Nahrungsmittel, oder beschränken sich auf ein spezielles, wie beispielsweise die Reisdiät, oder Saftdiät.
Die Reduktionsdiät zielt auf eine Reduktion des Körpergewichts ab und ist medizinisch nicht belegt. Teilweise gefährden drastische Diätmaßnahmen sogar die Gesundheit. Die Reduktionsdiät sollte nur kurzzeitig angewendet werden und extreme Ausprägungen nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Der Nachteil der Reduktionsdiäten liegt im darauf folgenden Jojo-Effekt. Das bedeutet, dass der Körper nach der Diät wieder in seinen alten Rhythmus fällt und versucht, seinen ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Dadurch kann es sogar zu einer Gewichtszunahme kommen, die zu einem höheren Körpergewicht führt, als vor der Diät.
Aus diesem Grund ist nicht die Reduktionsdiät der Schlüssel zum Idealgewicht oder zum sanften Abnehmen, sondern eine grundlegende Nahrungsumstellung und regelmäßige körperliche Aktivität. Hierbei hat der Körper die Möglichkeit, sich langsam an eine Nahrungsumstellung zu gewöhnen und ein Gleichgewicht zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch herzustellen. Hierzu gehört zum Beispiel die Trennkost, Low Fat oder eine Diät nach dem glykämischen Index. Die Erfolgschancen bei einer derartigen Umstellung sind weitaus höher als bei einer kurzzeitigen Diät.
Bei der krankheitsbedingten Diät spielt die so genannte Ernährungsmedizin eine große Rolle. Hierbei wird abhängig vom Krankenbild des Betroffenen eine Ernährungsart zusammengestellt, die eine Krankheit eindämmen, oder auch verhindern. Zu diesen Krankheiten zählen natürlich Diabetes mellitus, Übergewicht und Untergewicht, Gicht, Bluthochdruck, aber auch Leberzirrhose, Niereninsuffizienz, Zöliakie/Sprue, andere Nahrungsmittelallergien, zahlreiche Stoffwechselerkrankungen. Hierbei wird schnell deutlich, dass es sich nahezu für jeden lohnt, eine ausgewogene, gesunde Ernährung anzustreben. Ungesundes, kalorienreiches Essen belastet jeden Körper und führt zu unnötigen Fettzellen und Organismusstörungen. Aus Übergewicht resultieren weitere Erkrankungen.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Essstörungen die gerade das Gegenteil bewirken, wie beispielsweise Bulimie oder Magersucht. In diesen Fällen ist eine Gewichtszunahme das Ziel, wobei ständige psychologische Betreuung notwendig ist.
Wieso funktioniert eine Diät während der Ausführung?
Der Körper bekommt keine notwendige Energiezufuhr während der Diät. Aus diesem Grund bedient er sich an den vorhandenen Fettpolstern. Somit wird das Körpergewicht, je nach Ausprägung der Diät schnell oder weniger schnell reduziert. Das ist das Ziel, welches durch fast alle Diäten auch erreicht wird. Allerdings gibt es auch, oder muss es auch eine Lebensart nach der Diät geben. da Diäten zeitbegrenzt sein sollten. Nach einer Diät ist der Körper nun nicht mehr auf seine vorhandenen Fettpolster angewiesen, sondern bekommt wieder externe Energiezufuhr. Dadurch werden die aufgebrauchten Fettpolster wieder gefüllt. Und durch die entstehende Gier, vergleichbar mit einem Rückfall nach einer Entziehungskur erfolgt eine extreme Gewichtszunahme. Dieser Effekt tritt eigentlich nach allen Diäten auf. Aus diesem Grund ist nicht die Diät die Lösung zum Abnehmen, sondern eine Eß- und Lebensumstellung, die dann nicht nur zum Abnehmen, sondern zum Gewichthalten führt.
Das Fazit sollte sein, um Körpergewicht zu reduzieren ist eine Diät sinnvoll. Allerdings sollte das Gewicht langsam reduziert werden, um der Gesundheit nicht zu schaden. Außerdem muss man sich überlegen, wie man anschließend das durch die Diät erreichte Idealgewicht halten möchte. Bei Untergewicht ist in jedem Fall ärztliche Hilfe empfehlenswert, damit der Körper langsam und gesundheitsbewußt wieder an die notwendige Energiezufuhr gewöhnt wird. Gerade bei Diättrends unter Jugendlichen und Kindern ist eine permanente Überwachung nötig, damit die Diät nicht ausgereizt wird. Modetrends und ähnliches sorgen immer wieder für Diätwellen, die einfach durchgeführt werden, weil es gerade Trend ist. |